Klettertouren

Fußstein Hüttengrad

Der Fußstein Hüttengrad oder auch Westgrad genannt ist ein vergessener Klassiker. Er bewegt sich im IV Schwierigkeitsgrad und ist daher eine ideale Tour für Kletterer die sich der echten Alpinkletterei hingeben wollen. Sie wurde 2013 von Bgf. Peter Veider, Viktoria Veider, Bertram Grieser und René Lanthaler saniert und die Stände mit Bohrhacken versehen. Teilweise sind Köpflstände zu verwenden. Die Tour verlangt daher die Routenführung selbstständig zu finden, wenn doch mit vorgegeben Hilfestellungen.

Für Fragen steht ihnen der Hüttenwirt Arthur oder Sohn René gerne jederzeit zur Verfügung.

Topo Hüttengrat Rene Lanthaler

 Fußstein Nordkante

Charakter:
Die Fußstein Nordkante gehört zu den ganz großen alpinen Klassikern in Österreich! In wilder Umgebung des Valsertals zieht die markante Kante hinter der Geraer Hütte empor zum 3380 m hohen Gipfel des Fußsteins. Erstbegeher: H. Frenademetz u. K. Tschaler 1935; Saniert 2003 Bergrettung Tirol
Seillänge:
2X 60 m
Expressschlingen:
7
Klemmkeile:
Grundsort.
Friends:
Grundsort.
Ergänzung zur Schwierigkeit:
5-, meist aber um 3 bis 4 Ausrüstung: Komplette Gletscherausrüstung, 1 Satz Friends und 1 Satz Keile und unbedingt Helm mitnehmen. Auch eventuelle Notfallausrüstung wie z.B. Apotheke, Biwaksack und Handy sollten dabei sein – es ist eine hochalpine Route mit einem 3.380m hohen Gipfel !
Zustieg zur Wand:
Von der Geraerhütte auf dem Normalweg zum Olperer. Dieser folgt zuerst steinigen Wiesen, dann über Gletschermoränen bis zum Gletscherbeginn. Nun leicht rechtshaltend über den Gletscher (im Zick Zack durch die Spaltenzone) bis zum linken Rand des großen Bandes. Bei bestmöglicher Stelle in den Felsen hinüber (kann bei Ausaperung sehr heikel sein) und hinauf aufs große Band. Auf dem Band zur Kante (leicht absteigend) und rechts von ihr zu Einstieg bei mark. Rissüberhang bzw. Rissreihe links von Pfeiler mit Block.
Höhe Einstieg:
2980 m
Abstieg:
Vom Gipfel wieder den Rot markierten Westgrat hinunter bis zum ersten Abseilstand. Entlang der roten Markierung im Bereich der SW-Schlucht hinunter (bei steileren Passagen sind Abseilstellen eingerichtet) bis man wieder auf das Schuttfeld gelangt. Den Schutt hinunter zum Wanderweg und auf diesem zurück zur Hütte und weiter ins Tal. Achtung: Der Abstieg ist trotz der ca. 6-7 Abseilstellen sehr ausgesetzt und vor allem bei Nässe und Schneelage heikel! Oder über die neu eingerichtete Abseilpiste über die NO-Wand hinunter zum Gletscher. Achtung: Probleme können am Ende der Abseilpiste auftreten! Der Übergang vom Fels auf den sehr steilen Gletscher ist heikel – tlw. ist für das steile Gelände kompl. Eisausrüstung nötig. Somit ist der Abstieg zu Fuß sicher die bessere Abstiegslösung! Bei beiden Abstiegsvarianten ist der Steinschlag zu berücksichtigen, wobei uns der Fußabstieg um einiges sinnvoller erscheint (nahe zusammenbleiben und auf andere Seilschaften Rücksicht nehmen, gegebenenfalls warten bis diese aus der „Gefahrenzone“ sind. Der Fußabstieg (leichte, kurze, Kletterstellen bis max. 1) ist markiert und unten bei einigen steilen Stellen versichert. Neue Abseilpiste wurde im Juli 2009 von der Bergrettung eingerichtet (11 x 40 m). Der erste Abseilstand ist in unmittelbarer Gipfelnähe.
Bemerkung:
Trotz der Sanierung (an den Ständen und Abseilpiste) bleibt es eine hochalpine Kletterei, die viel Erfahrung in Wegfindung und brüchigem Blockgelände (auf den Bändern) erfordert. Auch sieht der Fels fast überall gleich aus und einige alte Haken weisen (nicht immer auf der Originallinie bleibend) den Weg. Der Steinschlag ist in der Route das Hauptproblem – das große Band und die Schuttpassage am Ausstieg sind voll von lockeren Blöcken. Auch der Abstieg – sei es zu Fuß oder über die neue Abseilpiste – ist akut dem Steinschlag ausgesetzt. Für den Zustieg sind Eispickel und Steigeisen unbedingt erforderlich – spaltenreicher Gletscher muss überquert werden, der Übergang zum Fels kann heikel sein.